Was sind Antioxidantien?

Als Antioxidantien werden unterschiedliche Substanzen bezeichnet, die sich nicht nur entzündungshemmend auswirken und deshalb manchmal auch als Radikalfänger bezeichnet werden.

Wir finden diese Fänger von freien Radikalen in Nahrungsmitteln, die uns damit in verschiedenen Konzentrationen versorgen. Eine große Menge von Antioxidantien sind in den sogenannten Superfoods, Lebensmittel mit einer besonders hohen Nährstoffdichte, vorhanden.

 

Antioxidantien: Omega-3-Fettsäuren

Zur Gruppe der entzündungshemmenden Substanzen gehören die essentiellen Omega-3-Fettsäuren. Unser Körper ist auf die Zufuhr angewiesen, weil er diese selbst nicht herstellen kann. Bedeutende Vertreter dieser Fettsäuren sind:

  • Alpha-Linolensäure (ALA)
  • Docosahexaensäure (DHA) 
  • Eicosapentaensäure (EPA)

Reichlich enthalten sind diese wertvollen Antioxidantien, von denen wir mindestens 250 mg täglich zu uns nehmen sollten, in Algen (Chlorella und Spirulina), Fischen und in einigen Pflanzen. Pflanzenöle, besonders das Leinöl, enthalten ebenfalls Omega-3-Fettsäuren. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass sie nicht zu viel Omega-6-Fettsäuren enthalten. Aus der in diesen Fettsäuren enthaltenen Arachidonsäure bildet unser Organismus leider entzündungsfördernde Botenstoffe.

 

Welche Vitamine zählen zu den Antioxidantien?

Zu dieser Dreiergruppe von Vitaminen gehören Vitamin C, Vitamin E und das Vitamin D. Das Letztgenannte ist ein fettlösliches Vitamin, das wir ungefähr zu 10 bis 15% über tierische Produkte zu uns nehmen, die leider zu den säurehaltigen Lebensmitteln (Mehr erfahren) zählen. Unser Körper produziert den wertvollen Fänger von freien Radikalen mit Hilfe des Sonnenlichtes selbst.

Schwierig wird es mit der Aufnahme von genügend Vitamin D in unseren Breitengraden schon ab Herbst. Erst im Frühjahr steht unserem Organismus wieder genügend UV-Strahlung der Sonne zur Verfügung, um wieder mit der Vitaminproduktion zu beginnen.

 

Hilfreiche Antioxidantien: Vitamin E und Vitamin C

Pflanzenöle enthalten das wichtige Vitamin E, das ebenfalls zur Gruppe der Antioxidantien zählt. Besonders erwähnt werden sollten hierbei Olivenöl und Leinöl, die zu den basischen Lebensmitteln zählen. Im zuletzt genannten Öl finden wir zusätzlich reichlich Omega-3-Fettsäuren.

Die Zufuhr von Vitamin C erreichen wir über Zitrusfrüchte, wobei grüne (ungekochte) Paprikaschoten und manche Kohlsorten ebenfalls das Vitamin enthalten. Es ist nicht besonders hitzestabil und wird schnell bei der Zubereitung zerstört.

Schon geringe Mengen dieses wasserlöslichen Vitamins helfen, unseren Körper gegen die zerstörerischen Auswirkungen von oxidativem Stress zu schützen. Besonders viel kostbare Antioxidantien enthalten die bei uns eher unbekannten Acerolakirschen und die aus dem Amazonasgebiet stammenden Camu Camu Beeren.

Wir können beide Obstsorten sehr gut in pulverisierter und gleichzeitig hochdosierter Form zu uns nehmen. Die Einnahme sollte nie gleichzeitig mit Spirulina oder Chlorella Algen erfolgen, weil Vitamin C (Hier) das Chlorophyll der Algen zerstört.

 

Arginin – das Eiweißbaustein unter den Antioxidantien

Eiweißbausteine werden auch als Aminosäuren bezeichnet. Manche Wissenschaftler bezeichnen Arginin als nicht-essentielle Aminosäure, andere als halb-essentiell. Weil dieser Baustein, der ebenfalls zu den wichtigen Antioxidantien zählt, innerhalb unseres Harnstoffwechsels produziert wird, wird er manchmal als halb-essentiell bezeichnet.

Da die körpereigene Produktion sehr anfällig durch die unterschiedlichsten Störungen sein kann und deshalb eher unzuverlässig ist, sollte Arginin unserem Organismus am besten über ein Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Mit Algen, deren Inhaltsstoffe über 90% für uns bioverfügbar sind, kann auch diese Aminosäure gut aufgenommen werden.

 

Mineralien unter den Antioxidantien: Zink, Selen und Kupfer

Die drei Stoffe finden wir reichlich in Vollkornprodukten, Spirulina und Chlorella Algen und in Nüssen. Ist unser Körper genügend mit dem Spurenelement Zink versorgt, sind wir bestens gegen Erkältungen gewappnet. Leiden wir unter einem Zinkmangel, kann dies zu den unterschiedlichsten Problemen führen. Dazu können zum Beispiel eine schlechtere Wundheilung, ausfallendes Haar oder auch eine nachlassende Immunabwehr (Wie die Immunabwehr funktioniert) gehören.

Mit Selen versorgen wir uns über pflanzliche und tierische Produkte. Ist die Konzentration von Selen in unserem Organismus optimal, wird die Aktivität der antioxidativen Vitamine C, D und E sehr gut unterstützt.

 

Antioxidans Kupfer

Das Spurenelement Kupfer hat ähnliche Aufgaben in unserem Organismus wie der Mineralstoff Zink. Beide Stoffe sind wichtig im Kampf gegen schleichende Entzündungen und bei der Stärkung des Immunsystems.

Den Radikalfänger Kupfer finden wir eher in pflanzlichen Lebensmitteln, während Zink normalerweise mehr in tierischen Produkten vorkommt.

 

Wertvolle Antioxidantien: sekundäre Pflanzenstoffe

In einer gesunden, möglichst basischen Ernährung, spielt die Aufnahme von sekundären Pflanzenstoffen eine große Rolle. Bioaktive Substanzen finden wir in Gemüse und Obst, die diesen Farbe, Geschmack und manchmal auch einen unverwechselbaren Duft geben.

Bekannte sekundäre Pflanzenstoffe sind zum Beispiel die Polyphenole im grünen Tee, Bioflavonoide im Beerenobst, Resveratrol im Rotwein, Isoflavone in Rotklee und Soja oder die bekannteren Carotinoide, zu denen sowohl Alpha-Carotin als auch das Beta-Carotin  zählen.