Cistus incanus – Wirkung & Nebenwirkungen der Zistrose

In der Zistrose finden wir einen wertvollen Verbündeten für die Immunabwehr. Wirkung und Nebenwirkungen der Cistus incanus standen im Mittelpunkt von Studien.

Die seit vielen Jahrhunderten in der Heilkunde sehr geschätzte Cistus incanus findet besonders auf den magnesiumreichen Böden Griechenlands die Bedingungen, die sie für eine optimale Entwicklung braucht. Das interessante Gewächs mit den rosa bis lilaroten Blüten liebt die Wärme und zeigt sich äußerst robust.

Hauptsächlich die Wurzeln der grau behaarten Cistus incanus erweisen sich bei den immer wieder zerstörerisch wütenden Waldbränden als enorm widerstandsfähig.

Nach dem Feuer treiben die Wurzeln der zur Gruppe der Zistrosengewächse gehörenden Pflanze erneut aus, als wäre in der Zwischenzeit fast nichts passiert. Die nach Harz duftenden, leicht zerknittert aussehenden Blütenstände, werden im Frühjahr geerntet, getrocknet und dann weiterverarbeitet.

 

Die Cistus incanus ist reich an Polyphenolen

Die Zistrose besitzt eine große Anzahl von Polyphenolen, die zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen gehören, die auch als aromatische Verbindungen bezeichnet werden. Eine ihrer Hauptaufgaben ist es, den Schutz vor Fressfeinden sicherzustellen.

Je höher der Gehalt an Polyphenolen in einer Pflanze ist, desto effektiver ist sie in der Lage, auch die menschliche Immunabwehr im Kampf gegen schädliche Eindringlinge zu unterstützen. Der aus dem Zistrosengewächs gewonnene Pflanzenextrakt Cystus weckte deshalb die Neugier von Wissenschaftlern.

 

Wie sieht die Wirkung von Cistus incanus auf die Immunabwehr genau aus?

Ein Forschungsprojekt des Instituts für Molekulare Virologie, das zur Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster gehört, befasste sich genauer mit dem Extrakt der grau behaarten Zistrose.

Das Team um Institutsleiter Prof. Dr. rer. nat. Stephan Ludwig stellte in der Studie fest, dass diese Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe die zur großen Gruppe der Antioxidantien gehören, durch ganz bestimmte Wirkungsweisen in der Lage sind, mit den unterschiedlichsten Virenstämmen fertig zu werden.

Die Wissenschaftler stellten in ihren Studien weiter fest, dass der Extrakt aus der Cistus incanus in der Lage ist die Immunabwehr zu unterstützen, in dem Krankheitserreger weitestgehend umhüllt und anschließend auf physikalischem Weg aus dem Verkehr gezogen werden. Der menschliche Organismus scheidet die schädlichen Eindringlinge wieder problemlos aus, ohne dass diese in der Zwischenzeit unserem Körper noch größeren Schaden zufügen können.

Zu den getesteten Krankheitserregern zählten nicht nur Viren der saisonalen Influenza, sondern auch der Vogel- und der Schweinegrippe. Der Professor betonte die „antivirale Wirkung auf Viren der verschiedensten Subtypen. Es ist daher davon auszugehen, dass das Präparat durch seine Wirkweise gegen alle Typen hilft.“

 

Cistus Incanus blockiert den Infekt

Bei den Forschungsarbeiten des bekannten Löffler-Instituts steht nicht nur die Gesundheit von landwirtschaftlichen Nutztieren im Mittelpunkt. Auch der Schutz des Menschen vor Krankheiten, die von den Tieren auf Menschen übertragen werden können (Zoonosen), finden bei der Forschungsarbeit Berücksichtigung. Beispiele für diesen Übertragungsweg sind die Vogelgrippe oder auch die Schweinegrippe. (Nationale Forschungsplattform für Zoonosen)

In ihren intensiven, über mehrere Jahre dauernden Studien, kam auch dieses Forschungsteam zu dem Ergebnis, dass der Extrakt aus der Cistus incanus eindeutig durch physikalische Veränderungen im Organismus wirkt. Die Krankheitserreger werden letztendlich daran gehindert, in die Schleimhautzellen der oberen Atemwege einzudringen, um sich dort einzunisten.

 

Weniger Infekte durch Cistus

Die Studien konnten außerdem belegen, dass die Häufigkeit an Infekten, Erkrankungen der oberen Atemwege und den damit verbundenen, äußerst unangenehmen Beschwerden, teilweise sehr deutlich durch die Einnahme eines Extrakts aus Cistus incanus, nachließen.

Durch die laufende Veränderung der Grippeviren erweist sich die Zuverlässigkeit der jährlichen Grippeschutzimpfung als doch recht schwierig und ist nicht immer so wie von den Experten erhofft.

Professor Dr. Oliver Planz (vormals Frank-Löffler-Institut) von der Universität Tübingen äußerte sich im März 2011 bereits über die antiviralen Eigenschaften von Pflanzen: „Mit ihnen kann ein Infekt blockiert werden, bevor das Immunsystem eingreifen muss. Der Nachteil der Impfung ist, dass es eine Weile dauert, bis ein wirksamer Impfstoff verfügbar ist und die Viren verändern sich ständig, so dass jedes Jahr geimpft werden muss.“

 

Cistus incanus – sind Nebenwirkungen oder Resistenzen möglich?

Für uns Verbraucher eine sehr interessante Frage. Doch die Forscher konnten Entwarnung geben. Nein, der Extrakt aus der Zistrose führt zu keinen negativen Auswirkungen auf die gesunden Zellen im menschlichen Organismus.

Laut Studie zeigten die schädlichen Eindringlinge auch keinerlei Neigung, resistente Varianten zu bilden. Nach Angaben der Westfälischen Wilhelms-Universität bewirkt der Extrakt aus Cistus incanus nur, dass der Rezeptor der Zelle blockiert wird.

 

Spätestens bei den ersten Anzeichen

Die Cistus incanus kann nach Angaben von Prof. Dr. Planz auch ohne Bedenken vorbeugend genommen werden, um die Immunabwehr gegen Grippe und Erkältung mehrmals pro Tag zu unterstützen. Wir sollten an unseren wertvollen Verbündeten jedoch spätestens dann denken, wenn die ersten Anzeichen eines Infekts, wie zum Beispiel das Kratzen im Hals oder verstärktes Kribbeln in der Nase mit vermehrter Schleimbildung, auftreten.

Bekommen die eindringenden Viren erst genügend Zeit, nützen sie gerne die günstige Gelegenheit, um in die Wirtszellen des Organismus einzudringen und sich dort festzusetzen. Krankheitserreger können sich in äußerst rasantem Tempo vermehren.

 

Vorbeugend die Immunabwehr stärken

Der aus dem Zistrosengewächs gewonnene Kräutertee gehört zu den basischen Lebensmitteln, die neben Kamille und Co., zur gesunden basischen Ernährung (Hier) gehören. Der in der Heilkunde eingesetzte Cystustee kann auch beim richtigen Fasten (Richtiges fasten – abnehmen und entgiften gleichzeitig) unterstützend getrunken werden, wenn unser Organismus entschlackt werden soll.

Nach Prof. Siegers ist Cystussud sogar sehr hilfreich beim Ausleiten von Schwermetallen.