Basische Lebensmittel – Nahrungsmittel die basisch sind

Einer Übersäuerung des Körpers können wir durch basische Lebensmittel vorbeugen. Die Zufuhr von säurearmen Nahrungsmitteln wird in der basischen Ernährung favorisiert, um eine Azidose zu vermeiden.

Eine basische Ernährung kann die lebensnotwendigen Stoffwechselfunktionen des Körpers wesentlich unterstützen. Neben einigen weiteren Faktoren wie Stress, Bewegung, Umwelt oder auch Erkrankungen, hat unsere Ernährung den größten Einfluss auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. 

Nahrungsmittel können unterschieden werden, je nachdem, ob sie auf unseren Stoffwechsel einen säuernden, basischen oder einen neutralen Einfluss haben. Der Geschmack von Fleisch, Gemüse, Obst und Co. spielt dabei keine Rolle.

Wenn wir dafür sorgen, dass unsere Ernährung überwiegend basische Lebensmittel und wenige (gesunde) Säurelieferanten enthält, tun wir schon eine ganze Menge dafür, um einer Übersäuerung vorzubeugen.

Basische Flüssigkeitszufuhr

Eine gute Nachricht ist, dass des Deutschen liebstes Getränk, der Kaffee, hinsichtlich seiner Säure-Basenbilanz ganz leicht basisch auf unsere Stoffwechselvorgänge wirkt.

Die enthaltenen Kaffeesäuren können sich  bei einigen Menschen negativ auf den Magen auswirken. Allerdings sind gerade diese Säuren wichtige Antioxidantien (Mehr erfahren) – also auch beim Genuss von Kaffee kommt es auf die richtige Menge an.

Basenlieferanten Kräutertee und Mineralwasser

Auch beim Kräutertee sollte die Sorte wie zum Beispiel Kamille, Fenchel, Lindenblüten, Zitrose (Cistus incanus) oder auch Melisse, des öfteren gewechselt werden. Mineralwasser sollte nicht mit Kohlensäure versetzt sein, auch wenn dieses Wasser manchem von uns vielleicht besser schmeckt. Besser ist stilles, möglichst pH-neutrales Wasser mit einem höheren Bicarbonwert, der ein natürlicher Säurepuffer ist.

Wenn wir viel Basenlieferanten trinken, schwemmen wir damit auch Säuren aus. Eine ungenügende Flüssigkeitsaufnahme über einen längeren Zeitraum kann zu weitreichenden Folgen in unserem Säure-Basen-Haushalt führen (Symptome einer Übersäuerung). Je nach Körpergewicht, sollten wir zwischen 2 und 3 Litern Flüssigkeit zu uns nehmen. Im Sommer, wenn wir vermehrt schwitzen, am besten mehr als 3 Liter.

Basische Lebensmittel: Gemüse

Bei den verschiedenen Gemüsesorten ist zuerst die Kartoffel zu nennen, am besten als Pellkartoffel zubereitet.

Sämtliche Wurzel- und Knollengemüse wie Möhren, Rote Beete, Schwarzwurzeln oder weitere Arten wie Tomaten, Paprika, Zucchini oder Broccoli, sind ideale Basenlieferanten. Sie liefern eine Menge Mineralstoffe und Spurenelemente und sorgen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

 

Basische Lebensmittel: Obst

Zu den guten Basenlieferanten zählen jegliche Arten von Obst. Die verschiedenen Obstsorten, besonders wenn die Zeit zwischen der Ernte und dem Verzehr sehr kurz ist, sind noch reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Reifes Stein- und Beerenobst, aber auch rote und weiße Weintrauben sind genauso wie der Apfel, wertvolle basische Lebensmittel. Obst versorgt uns mit vielen Vitaminen.

Besonders viel Vitamin C, ein wichtiges, unsere Abwehrkräfte stärkendes Antioxidans, ist in den Sanddornbeeren und in den leider nicht bei uns wachsenden Camu Camu Beeren und in den Acerolakirschen reichlich zu finden.

Basische Lebensmittel: Salate, Kräuter und Gewürze

Neben frischem Gemüse zählen Blattsalate zu den basischen Lebensmitteln und tun unserem Stoffwechsel sehr gut. Verzichten sollten wir besser auf bereits fertig abgepackte Salate, weil sie durch die längere Lagerung in der Regel schon viele Vitamine verloren haben und häufig auch mehr Keime enthalten. Frische Salatmischungen können mit einem hochwertigen, kalt gepresstem Öl und Kräutern zubereitet werden.

Egal ob Petersilie, Dill, Kresse oder Oregano, die unterschiedlichen Kräutersorten sind ideal als Beimischung in Salaten, Suppen oder Gemüsegerichten und gehören ebenfalls zu den basischen Lebensmitteln. Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Gewürzen aus aller Welt, die die basische Küche bereichern können. Probieren wir einfach aus, was uns gefällt.

Basische Lebensmittel: Pilze

Wer ein Fan von Pilzen ist, kommt in der basischen Ernährung voll auf seine Kosten. Angefangen von den bei uns weit verbreiteten Champignons, über Pfifferlinge und Austernpilze, bis hin zu den sogenannten asiatischen Vitalpilzen wie Shiitake, Reishi und Co. – Pilze sind fast schon ein muss in der gesunden basischen Küche.

Viele Pilzsorten sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, die unsere Immunabwehr tatkräftig unterstützen. Reishi oder Cordyceps sind zum Beispiel genauso effektive Helfer bei einer Ausleitung von Giftstoffen wie die Chlorella Algen.

Und noch mehr basische Nahrungsmittel: Keime, Samen und Sprossen

Auch diese Gruppe von Nahrungsmitteln ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Sie helfen unserem Organismus bei seiner Arbeit und sollten in keiner basischen Küche fehlen. Wir alle kennen Linsen, Sonnenblumenkerne oder Dinkel. Warum nicht Alfalfa oder Mungbohnen mit ihren vielen bioaktiven Substanzen ausprobieren?

Wieviel basische Lebensmittel in der täglichen Ernährung?

Die gesunde basische Ernährung sollte abwechslungsreich und die Nahrungsmittel so naturbelassen wie möglich sein. Tiefkühlprodukte sind eine sehr gute Ergänzung.

Wenn unsere tägliche Zufuhr von Lebensmitteln mehr als die Hälfte zur Gruppe der basischen Lebensmittel gehört, noch besser wären 80%, dann haben wir schon eine Menge getan, um den Körper optimal zu unterstützen. Bei einer vorübergehenden Zufuhr von 100% sprechen wir vom Basenfasten – dies kann als sinnvolle Unterstützung beim allgemeinen Entschlacken des Körpers oder bei einer Schwermetallausleitung von Cadmium und Co. sinnvoll sein.