Basische Ernährung – sich gesund ernähren

Die basische Ernährung ist eine säurearme Ernährung, die unseren Säure-Basen-Haushalt unterstützt und im Gleichgewicht hält. Basisch essen heißt weniger saure Lebensmittel und überwiegend basische Lebensmittel zu uns nehmen, um einer Übersäuerung des Körpers vorzubeugen.

Die Wahl der Nahrungsmittel hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser persönliches Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Bereits Hippokrates, der Vater der wissenschaftlichen Medizin, sagte, dass sich „von allen Zusammensetzungen unserer Körpersäfte die Säure sicherlich am schädlichsten auswirkt“.

Durch die ständige Zufuhr von sauren Lebensmitteln und weiteren Risikofaktoren wie Stress, Umweltgifte, mangelnde Bewegung und ein Übermaß an sogenannten Genussgiften (z. B. Alkohol, Zigaretten, E-Zigaretten), kann es im Laufe der Zeit zu einer Übersäuerung des Körpers kommen. Wird das nötige Gleichgewicht in unserem Organismus dadurch empfindlich gestört, können die Selbstheilungskräfte irgendwann überfordert sein.

Befindet sich der Körper über Jahre im ständigen Abwehrkampf gegen ein Übermaß an Säuren, kann das Auswirkungen auf das einwandfreie Funktionieren des Immunsystems haben und nicht nur zu leichten gesundheitlichen Problemen führen, sondern im schlimmsten Fall zu chronischen Erkrankungen.

 

Ohne basische Ernährung: mögliche Symptome einer Übersäuerung des Körpers

Bei den Beschwerden unterscheiden Wissenschaftler zwischen den nahen und den fernen Symptomen. Nahe Symptome einer Übersäuerung des Körpers hängen direkt mit dem Verdauungsapparat zusammen. Das können Völlegefühl, Blähungen, verstärktes Aufstoßen oder auch Sodbrennen sein.

Unter den fernen Symptomen werden Beschwerden verstanden, die nicht unmittelbar mit unserem Verdauungssystem in Verbindung stehen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen oder auch Kreislaufbeschwerden handeln.

Bei Beschwerden auf eine säurearme Ernährung umstellen

Ohne eine überwiegend basische Ernährung kann es zu zahlreichen Symptomen kommen, die häufig nicht sofort mit einem überlasteten Körper in Verbindung gebracht werden. Möglicherweise können alle diese Beschwerden ebenfalls von einer Übersäuerung oder auch durch die Belastung von Schwermetallen oder anderen Stoffen herrühren, die eigentlich nicht in unseren Organismus gehören.

Wer bei sich Symptome feststellt, die durch eine Übersäuerung des Körpers ausgelöst sein können, sollte neben der Ausschaltung möglicher anderer Risikofaktoren, auch eine vorsichtige Umstellung auf Nahrungmittel in Erwägung ziehen, die zur basischen Ernährung zählen. Säurearme Lebensmittel helfen, das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt wieder herzustellen.

 

Basische Ernährung: weniger saure Lebensmittel – viel basische Lebensmittel

Fachleute unterscheiden bei den Nahrungsmitteln, ob diese einen basischen, säuernden oder einen neutralen Einfluss auf unseren Stoffwechsel haben. Wir können die Lebensmittel also aufteilen in:

Die Empfehlungen der Wissenschaftler für eine gesunde basische Ernährung gehen leider weit auseinander. Sie reichen von Aussagen über eine ausgewogene Aufnahme von Säure und Basen, bis hin zu einer Zufuhr von ungefähr 80% basischen und nur 20% säurehaltigen Lebensmitteln.

Jeder von uns sollte selbst frei entscheiden, wie die ideale Höhe der Zufuhr von entsprechenden Nahrungsmitteln sein soll. Die Bestandteile neutraler Nahrungsmittel haben keinerlei Einfluss auf unseren Säure-Basen-Haushalt. Wir brauchen sie bei unserer Entscheidung nicht zu berücksichtigen.

Werden beim Entschlacken des Körpers vorübergehend nur basische Lebensmittel aufgenommen, sprechen wir vom sogenannten Basenfasten.

 

Basische Ernährung – zu viel saure Lebensmittel

Typisch für Säurelieferanten ist ein hoher Eiweißgehalt. Die Bildung von Säuren im Stoffwechsel wird stark angekurbelt und deshalb ist eine deutliche Reduzierung dieser Lebensmittelgruppe empfehlenswert. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem:

  • Fleisch und Wurstwaren, Fisch
  • Käse
  • Colagetränke, Fanta oder andere Limonaden
  • Süßigkeiten, Kuchen und Kekse 
  • Weißmehlprodukte

 

Basische Ernährung: viel basische Lebensmittel vorziehen

Durch ihre organischen Bestandteile sind basische Lebensmittel in der Lage, eine Übersäuerung zu neutralisieren. Sie enthalten dafür entsprechend viele Mineralstoffe wie zum Beispiel Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen und oder weitere Spurenelemente. Basenbildende Nahrungsmittel sind:

  • Gemüse, Obst und Trockenobst
  • Salate, Kräuter, Sprossen, Gräser
  • Pilze und Algen
  • Mandeln und dunkle Schokolade
  • Mineralwasser, reine Obstsäfte

Die zum Gemüse zählenden Kartoffeln sind starke Basenlieferanten – ideal sind dabei Pellkartoffeln wegen der für die Inhaltsstoffe schonenderen Zubereitung. Viele basische Lebensmittel sind reich an wichtigen Antioxidantien, die unsere Immunabwehr tatkräftig unterstützen. Mineralwasser, das einen hohen Bicarbonatwert als Säurepuffer besitzt und ohne Kohlensäure ist, unterstützt unseren Organismus am besten bei seiner Arbeit.

Basische Ernährung: was sind neutrale Lebensmittel?

Neben den sauren und den basischen Nahrungsmitteln (Mehr erfahren) bleibt noch die Gruppe der als neutral bezeichneten Lebensmittel. Hierzu gehören: 

Die zu den Milchprodukten zählende Molke ist basisch. Bei der Auswahl von Joghurt wird es schwierig, denn die Produkte dürfen keinerlei Zusätze enthalten.

Für die Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus werden sowohl Säuren als auch Basen benötigt. Bei der Aufnahme von (gesunden) Säurelieferanten sollte es sich deshalb um die Zufuhr von sogenannten wertvollen Säuren handeln. Diese finden wir in den bereits oben erwähnten Vollkornprodukten, Nüssen, Eiern oder auch in Fisch. Im Gegensatz dazu stehen die ungesunden säurehaltigen Lebensmittel, die unseren Stoffwechsel nur unnötig belasten.